KI‑Bildanalyse prognostiziert MBA‑Gehalt – Forscher warnen vor Bias

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Wissenschaftler haben ein kontroverses KI‑System untersucht, das aus Porträts Persönlichkeitseigenschaften ableitet und damit die zukünftige Bezahlung von MBA‑Absolventen vorhersagen soll. Die Ergebnisse zeigen, dass das Modell in der Lage ist, Gehaltsunterschiede von bis zu hunderttausend Euro zu prognostizieren – ein Hinweis darauf, wie stark Bilddaten in der Arbeitswelt genutzt werden.

Das Verfahren nutzt Deep‑Learning‑Algorithmen, um subtile Gesichtszüge zu analysieren und daraus psychologische Profile zu generieren. Anschließend werden diese Profile mit historischen Gehaltsdaten verknüpft, um Vorhersagen für neue Absolventen zu treffen. Die Forscher betonen, dass die Genauigkeit des Modells stark von der Qualität der Trainingsdaten abhängt.

Die Studie wirft ernsthafte Fragen zur Fairness und Transparenz auf. Wenn KI‑Modelle auf voreingenommenen Datensätzen trainiert werden, können sie bestehende Ungleichheiten verstärken und diskriminierende Entscheidungen unterstützen. Die Autoren fordern daher eine strengere Regulierung von KI‑Anwendungen im Personalwesen.

„Wir stehen an einem Wendepunkt, an dem Technologie und Ethik Hand in Hand gehen müssen“, so die Forscher. Sie rufen Entscheidungsträger dazu auf, klare Richtlinien zu entwickeln, die den Einsatz von KI‑gestützten Bildanalysen in der Arbeitswelt kontrollieren und gleichzeitig die Chancengleichheit schützen.

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