Menschliche Abweichung zerstört Preisabsprachen in KI-Ökosystemen
In modernen Wirtschaftssystemen übernehmen immer mehr KI-Agenten die Aufgabe, Preise zu bestimmen. Diese Agenten agieren in wiederholten Interaktionsspielen, bei denen sie nicht nur untereinander, sondern auch mit menschlichen Akteuren konkurrieren. Das neue Forschungsprojekt untersucht, wie sich diese „Human‑AI‑Ökosysteme“ verhalten, wenn ein oder mehrere Menschen die Preisgestaltung selbst übernehmen und damit von der KI‑Strategie abweichen.
Die Analyse zeigt, dass bereits ein einziger Mensch, der die Preisgestaltung manuell übernimmt, die bisher stabile algorithmische Preisabsprachen destabilisiert. Die Preise sinken deutlich, und bei mehreren Abweichungen nähern sie sich sogar den wettbewerbsorientierten Niveaus. Das Ergebnis verdeutlicht, dass algorithmische Kollusion in gemischten Ökosystemen sehr empfindlich auf menschliches Eingreifen reagiert.
Weiterhin wird aufgezeigt, wie sich die Kollusionsdynamik verändert, wenn KI-Agenten auf mögliche menschliche Abweichungen vorbereitet sind. Die Studie liefert klare Kriterien dafür, wann algorithmische Preisabsprachen zerbrechlich bleiben und wann sie trotz menschlicher Eingriffe bestehen können – ein wichtiger Beitrag für die Gestaltung von Regulierungsmaßnahmen und die Entwicklung robuster KI‑Systeme.