Ad-Blocking bleibt stark – Chrome MV3 lässt es nicht brechen

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Die Hoffnung, dass Chrome mit seiner neuesten Browser-Architektur MV3 die Effektivität von Ad-Blockern und Datenschutz-Erweiterungen drastisch senken würde, hat sich als überbewertet erwiesen.

MV3, das im Jahr 2022 eingeführt wurde, ersetzt die persistente Hintergrundskripte durch Service Workers und schränkt den Zugriff auf bestimmte APIs ein. Doch die Entwickler der beliebtesten Ad-Blocker haben schnell neue Wege gefunden, die neuen Beschränkungen zu umgehen.

Durch die Einführung der declarativeNetRequest-API können Blocklisten nun deklarativ definiert werden, wodurch die Leistung verbessert und die Kompatibilität mit MV3 sichergestellt wird. Viele Erweiterungen wie uBlock Origin, AdGuard und AdBlock Plus haben bereits MV3-kompatible Versionen veröffentlicht.

Trotz einiger Einschränkungen, etwa bei der Nutzung von webRequest, bleiben die Kernfunktionen zum Blockieren von Werbung und Tracking weitgehend erhalten. Nutzer berichten, dass ihre Browser weiterhin sauber und schnell bleiben, während gleichzeitig die Privatsphäre geschützt wird.

Chrome plant, MV2 bis 2024 zu unterstützen, danach wird MV3 die einzige Option sein. Die Community arbeitet an weiteren Verbesserungen, um die Balance zwischen Sicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit zu halten.

Kurz gesagt: Ad-Blocking ist nicht nur überlebt, sondern zeigt sich dank der schnellen Anpassung der Entwicklerteams stärker denn je.

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