<p>Ich nahm an der zweiten Folge des Oxide and Friends Podcasts teil, um meine Prognosen für die Tech‑Industrie zu teilen. In der ersten Ausgabe im Januar 2025 hatte ich bereits meine Vorhersagen für 2025 veröffentlicht, und heute wieder im Podcast spreche ich über die nächsten 1, 3 und 6 Jahre.</p>
Der Moderator Bryan Cantrill begann die Episode damit, dass er noch nie so unsicher war, was die kommenden zwölf Monate bringen werden. Ich teile diese Unsicherheit, denn die rasanten Fortschritte bei Coding‑Agents in den letzten zwei Monaten haben mich überzeugt, dass sich die Branche stark verändern wird – aber noch nicht klar, wie.
Meine einjährige Prognose lautet: Es wird unumstößlich klar, dass große Sprachmodelle (LLMs) qualitativ hochwertigen Code schreiben können. Gleichzeitig werden wir endlich eine robuste Sandbox‑Lösung finden, die die Sicherheit von Coding‑Agents gewährleistet. Gleichzeitig könnte ein „Challenger‑Disaster“ die Sicherheitslandschaft erschüttern. Und als kurioses Nebenereignis wird die Kākāpō‑Papageienpopulation eine außergewöhnliche Brutzeit erleben.
Nach drei Jahren erwarte ich, dass das Jevons‑Paradox der Softwareentwicklung – die paradoxe Effizienzsteigerung durch Automatisierung – gelöst wird, und dass ein Entwickler ein völlig neues Browser‑Projekt mit überwiegend KI‑unterstütztem Code realisiert, was kaum überraschen sollte.
Sechs Jahre in der Zukunft sehe ich, dass das manuelle Tippen von Code wie die Ära der Lochkarten zurückgeht. Programmieren wird zunehmend durch KI‑Tools und automatisierte Code‑Generierung ersetzt.
Insgesamt bin ich begeistert von den Möglichkeiten, die LLMs und KI‑Assistenz bieten, aber gleichzeitig vorsichtig, die Risiken und Herausforderungen nicht zu unterschätzen. Die kommenden Jahre versprechen eine spannende Transformation der Softwareentwicklung.