Quilter: KI entwirft 843‑teiligen Linux-Computer in einer Woche
Ein in San Francisco ansässiges Startup hat mit einer künstlichen Intelligenz einen Meilenstein in der Hardwareentwicklung erzielt: In nur einer Woche entwarf das System einen voll funktionsfähigen Linux-Computer, ein Prozess, der üblicherweise fast drei Monate an Facharbeit erfordert.
Quilter, das mehr als 40 Millionen US-Dollar von Investoren wie Benchmark, Index Ventures und Coatue eingeworben hat, setzte seine physikbasierte KI ein, um die komplette Schaltung zweier Leiterplatten zu entwerfen. Das Ergebnis war ein System, das beim ersten Booten ohne kostspielige Nachbesserungen funktionierte.
Das Projekt, intern „Project Speedrun“ genannt, benötigte lediglich 38,5 Stunden menschlicher Arbeitszeit, während professionelle Leiterplatten-Designer für dieselbe Aufgabe 428 Stunden kalkulierten. Der Erfolg wurde zusätzlich durch die Beteiligung von Tony Fadell, dem ehemaligen Leiter der iPod- und iPhone-Entwicklung bei Apple und Gründer von Nest, unterstützt, der als Berater fungiert.
Der CEO von Quilter, Sergiy Nesterenko, betonte, dass die KI nicht „gezeichnet“ wurde, sondern in physikalischem Denken geschult wurde. Das Ergebnis war kein reiner Simulationsbericht, sondern ein tatsächlich lauffähiger Computer.
Diese Ankündigung beleuchtet ein oft übersehene Engpass in der Technologieentwicklung: die Auslegung von Leiterplatten. Während Halbleiter und Software viel Aufmerksamkeit erhalten, bleibt die Verbindung von Chips, Speicher und Komponenten auf den grünen Fiberglas-Platten der entscheidende Bottleneck, der viele Produkte verzögert.